| Werdegang |
Seite 1 von 6 Dies ist die "Kurzgeschichte" von meinen bisher 20 Jahren Laufsport. Es würde ein dickes Buch ergeben mit all den Freundschaften und Beziehungen und Begebenheiten, die ich allein im Sport erleben durfte, mit den unzähligen Erlebnissen, Auslandaufenhalten, Erfolgen und Niederlagen: einfach intensive Lebensschule. Nebst dem etwas sonderbaren Weg zur Spitzenläuferin sind auch paar Episoden aus meinem privaten Leben dabei. Da ich nie Profi war, war der Sport und damit auch die Erfolge, stets vom privaten und beruflichen Leben beeinflusst. Betrachtet man die Jahre im nachhinein, so war es ungefähr so: Bis 16 gar kein Sport - als Juniorin ahnungslos erfolgreich mit sehr wenig Training - mit 25 zur leistungsorientierten Läuferin (1997), 28-35 trotz privater Extremsituation erfolgreich im nationalen Wettkampfgeschehen - seit 2007 wieder zielorientierte Leistungssportlerin. Mein erster Kontakt zum Laufsport war vor 25 Jahren, als ich als 13-jähriges Mädchen den Mosnanger Geländelauf laufen durfte. Ohne Training reichte es in einem grossen Teilnehmerfeld für Platz 2. Da nur die Schweizermeisterin meiner Alterssklasse minim schneller war, war der Vergleich zur nationalen Spitze ebenfalls schnell hergestellt. Die Läuferriege Mosnang bemühte sich dann um eine evtl. Mitgliedschaft, die von meinen Eltern abgelehnt wurde, da wir etwas abgelegen wohnten. War für mich auch kein Problem, da ich die ganze Sache ja nicht einschätzen konnte, nicht mal wahrnahm, dass ich anscheinend talentiert war. So verging jeweils wieder ein Jahr bis zum nächsten Mosnanger Geländelauf. Aber ich bewegte mich sehr gerne als Kind, liebte es herumzuturnen, Ski zu fahren (ohne Skilift wohlverstanden !!), konnte stundenlang Tennis gegen die Wand spielen, fuhr mit den Rollschuhen auf Kieswegen, etc., ohne Fremdmotivation. Die täglichen 8 km Schulweg zu laufen, fand ich hingegen nicht wirklich toll. Man hätte mich damals aber für jeden Sport motivieren können, am liebsten Kunstturnen. Schon damals liebte ich die Herausforderung. Aber als 7. von 8 Kindern war es damals nicht üblich, in einem Sportverein mitzumachen. Sport hatte überhaupt kein Stellenwert in unserem Leben. Und ausserdem waren wir Kinder auf dem Landwirtschaftsbetrieb mehr als beschäftigt und hatten genug Bewegung. Im letzten Sekundarschuljahr durfte ich mit dem damaligen Nachwuchleiter der Läuferriege Mosnang Martin Kläger an 3 weiteren Volksläufen teilnehmen und die Faszination Laufsport war endgültig geweckt. |


